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Plaut im Interview 22.02.2002
austrostocks.com
Der heutige Boardtalk mit Plaut (WKN 918703)-Vorstand Alfred Raderer und Marketing & IR Officer Sven Kielgas auf austrostocks.com war insbesondere von Fragen im Hinblick die aktuelle Unternehmens- und Marktentwicklung und dem Verlauf des Restrukturierungsprogramms Target10 geprägt, so die Wertpapierexperten von "austrostocks.com".
Af die Frage, ob man schon genauere Angaben zu den anstehenden Zahlen für das Geschäftsjahr 2001 machen könne, habe Kielgas gemeint, dass "wir keinen Anlass haben, auch nur irgendwie von unserer Aussage abzurücken, am Jahresende einen deutlich positiven Cash-Flow zu verzeichnen." Auch die bisherige Annahme, rund 280-285 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA von plus 9 Millionen Euro zu erreichen, sei noch einmal bestätigt worden. Die Bilanz-Pressekonferenz, auf der die endgültigen Zahlen präsentiert werden sollten, sei für den 14. März angesetzt.
Nicht zuletzt durch die Einführung eines weltweit aktiven Forderungsmanagements und die Kopplung der Entlohnung des Top-Managements an die Außenstände hätten der Forderungsbestand um rund 25% auf "deutlich unter 80 Millionen Euro zum Jahresende" 2001 gesenkt werden können. Die Frage, ob zur Reduzierung der Forderungen ein Vergleich mit Kunden notwendig gewesen sei oder es zu Wertberichtigungen kommen könnte, sei verneint worden - auch wenn man bekanntermaßen in Italien Probleme mit Fixpreisprojekten gehabt habe, die nicht profitabel ausgegangen seien, weil man teils zusätzliche Beratungsleistungen habe erbringen müssen, die nicht hätten fakturiert werden können. Grundsätzlich bedeute Forderungsmanagement bei Plaut aber nicht Forderungsverzicht.
Bei allen Unsicherheiten im Markt sehe Raderer auch weiterhin stabilen Bedarf nach Plaut-Dienstleistungen. Vor allem das Thema Integration von Prozessen und IT-Systemen in Unternehmen und insbesondere zwischen Unternehmen bringe neue Impulse und Wachstumschancen. In der Computwoche seien vor einigen Wochen die Haupttrends in der IT erhoben worden, Integration habe dabei an vorderster Stelle gestanden. Plaut sei als umsetzungsorientierter Berater für diese Entwicklung bestens gerüstet.
Auch die in der vergangenen Woche zu Ende gegangene exponet-Messe in Wien habe gezeigt, dass der Bedarf nach Lösungen vor allem im Bereich CRM, eBusiness und ERP (-Integration) anhaltend gegeben sei.
Angesprochen auf die Entwicklung der Tagessätze im Consultingbereich habe Kielgas gemeint, dass man keine signifikante Verringerung verzeichnet habe. Grund dafür sei, dass Plaut nicht das "Leveraged Consulting Model" anwendet was bei manchen von Plaut`s Wettbewerbern zu dramatischen Produktivitätsrückgängen geführt habe und ein Preis-Dumping auslösen könne.
In den letzten Monaten habe es vermehrt Gerüchte gegeben, dass der Software-Gigant SAP möglicherweise an einer Übernahme Plaut`s interessiert sein könnte, Raderer habe jedoch gesagt, dass es "definitiv keine entsprechenden Gespräche gebe". Plaut seien solche Absichten seitens SAP nicht bekannt, darüber hinaus verfüge SAP selbst über kompetente Berater und mit der SAP SI über ein eigenes börsennotiertes Beratungsunternehmen.
Das Restrukturierungsprogramm TargetTen sei "weltweit kommuniziert und erfolgreich angelaufen", erste Erfolge seien nach Aussagen von Kielgas sichtbar. Ziel des Programms sei das Erreichen einer 10-prozentigen EBTA-Quote in den operativen Gesellschaften, die Berechung erfolge also vor Restrukturierungs- und Holdingkosten sowie Firmenwertabschreibungen.
Die Mitarbeiterzahl habe sich zum Ende 2001 im Jahresvergleich um einen "zweistelligen Prozentsatz" verringert, insbesondere in Ländern wie Deutschland oder der Schweiz könne jedoch keinesfalls von einem Aufnahmestop gesprochen werden. TargetTen heiße nicht primär Mitarbeiterabbau, sondern Profitabilitätsanstieg. Zukünftig habe man durch TargetTen den Vorteil, auf Basis einer ungleich schlankeren Kostenstruktur wachsen zu können, was Plaut nach Angaben von Kielgas bei einer anziehenden Konjunktur zu noch profitableren Ergebnissen verhelfen werde.
Auf die Frage, wie sich das Nordamerika-Geschäft nach dem 11. September entwickelt habe, habe Kielgas gesagt, dass in diesem Raum insbesondere die USA das aktuelle Sorgenkind seien. Aus diesem Grund kümmere sich derzeit Vorstandsmitglied Gary DiOrio ausschließlich um diesen Markt.
Mit der langsamen Wirtschaftsverbesserung rechne man auch dort wieder mit positiven Aussichten, aufgrund der bereits erfolgten deutlichen Personalreduktionen im Rahmen des TargetTen-Programms erwarte man in der zweiten Jahreshälfte wieder einen positiven Ergebnisbeitrag aus Amerika. Erste "ermutigende Signale" würden neben optimistischen Marktstudien zuversichtlich stimmen. Projektentscheidungen im US-Markt würden nach Aussage von Raderer zwar bislang nur zurückhaltend getroffen, man habe darauf aber mit veränderten Entlohnungsmodellen reagiert. So überwiege der variable Anteil abhängig von der Beschäftigung den fixen Anteil, aufgrund der Marktlage habe diese Maßnahme auch keine Fluktuation zur Folge gehabt.
Das Börsensegment Neuer Markt wolle man nicht wechseln, auch wenn hier die heftigsten Rückschläge zu verzeichnen gewesen seien. Der Neue Markt sei von den Anforderungen das anspruchsvollste Segment, woanders hätte man auch herbe Verluste hinnehmen müssen. Für den Aktienkurs sehe man bei einem Segmentwechsel keine Vorteile, darüber hinaus wäre ein solches Vorhaben mit erheblichen Kosten verbunden.
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